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Just a little Reboot
der Wunsch endlich wieder Leben zu können ist immens

Hallo,

 

mein Name ist Katja und ich bin 38 Jahre jung.

Ich bin mir dessen bewusst das es dort draussen Menschen mit größeren Problemen gibt denen man helfen sollte. Aber dennoch bin ich großer Hoffnung das es dort draussen Menschen gibt die auch anderen mit weniger drastischen Problemen helfen. 

Ein wenig zu meiner Geschichte. Ich bin mit 23 Jahren nach München ausgewandert. Von heute auf Morgen. Meine Eltern hatten sich gerade scheiden lassen, mein Vater hatte eine neue Gefährtin die so alt ist wie meine große Schwester.. das war damals alles zu viel für mich und ich wollte nur weg. Irgendwo hin und neu anfangen.

Doch leider geriet ich an den falschen Mann, und es ging nur bergab. Wir waren beide arbeitslos haben bei seiner Mutter gelebt. Er kam irgendwann auf die Idee das man ja einfach Geld machen könne.. mit Drogen. So jung und naiv wie ich war, hab ich alles mitgemacht. Es wurde von Tag zu Tag schlimmer. Gewalt stand an der Tagesordnung. Um das Ganze zu ertragen habe ich dann auch angefangen Drogen zu nehmen. Ich bin immer weiter abgerutscht. Das Ganze ging ein Jahr "gut".. und dann eines Abends lag ich in der Badewanne und das SEK stürmte unsere Wohnung. Ich war in diesem Moment so froh das die da waren. Endlich wurde ich gerettet.. aus einer Beziehung die nur aus Gewalt und Drogen bestand.   Wir wurden beide verhaftet. Ich habe eine Komplettaussage gegen meinen damaligen Freund gemacht und durfte gehen. DIe ganzen Untersuchen etc. dauerten ca. 1 Jahr. Dann war der Tag der Verhandlung. Ich kam ganz gut davon aber mein EX zum Glück nicht.

Ich bin dann noch 5 Jahre in München geblieben.. Habe versucht wieder auf die Beine zu kommen, aber es war schwierig. Ich habe dann durch Zufall einen guten Job bekommen. Doch leider hat mich dann nach ca. 3 Jahren ein Burnout eingeholt. VIele Therapiestunden und 2 klinische Aufenthalte gaben mir Kraft München den Rücken zu zeigen und ich bin wieder nach Hessen gezogen. Zu meiner Mutter und auch zu meinem Vater, mit dem ich zu diesem Zeitpunkt ein angespanntes Verhältnis hatte. Aber  wir konnten die Wogen glätten. Dennoch war es auch in der Heimat schwer für mich einen Job zu finden da ich psychisch immer noch nicht stabil war. Ich hab mal hier und dort gejobbt aber es war nie das Richtige.

Und dann 2013 wurde mein Vater schwer krank... Glioblastom im Gehirn. Das erste konnte operativ entfernt werden, doch dann 2 Monate später bei der Kontrolle wurde ein Rezidiv entdeckt was inoperabel war. Die einzige Hoffnung die es gab war Bestrahlung. Er sollte 12 Stück bekommen, doch nach der 6. bekam er eine Hirnblutung und war halbseitig gelähmt.  Die schlimmste Zeit in meinem Leben begann. Ich konnte nur noch zusehen wie mein Vater stirbt. Wenige Monate später erlag er nach einer erneuten Hirnblutung seinem Leiden. Ich wusste das der Tag kommen wird.. aber es war so schrecklich. Mein Papa war auf einmal nicht mehr da. Auch heute belastet es mich noch sehr, aber ich hab gelernt damit umzugehen. Auch wenn es 1 Jahr gebraucht hat bis ich überhaupt wieder angefangen habe mein Leben wahrzunehmen. Am Sterbebett hatte ich meinem Vater versprochen das ich mal so werden möchte wie er.. er war ein großartiger, gutmütiger Mensch der sich immer um seine Familie gekümmert hat. Er war immer mein Vorbild.

Ich entschloss mich kurzer Hand noch eine Ausbildung anzufangen. Da war ich 36. Ich wollte auch Informatikerin werden, wie mein Papa. Ein Ziel das Anfangs unerreichbar erschien. Ich war zwar mit der Materie PC etc. aufgewachsen, aber war mir unsicher ob ich die Umschulung schaffen könnte.

Zwei Jahre später hatte ich den Abschluss in der Tasche. Ich war so überglücklich. Zudem hatte ich auch den besten Praktikumsbetrieb den man sich nur vorstellen kann. Dort wurde ich auch nach der Ausbildung übernommen und arbeite heute noch dort. Und ehrlich.. ich möchte da auch gar nicht so schnell weg. Die Firma ist wie eine Familie für mich geworden. Tolle Kollegen die zu Freunden wurden, ein toller Chef  und die Arbeit dort macht mir so unglaublich viel Spass. Ich hätte nie im Leben daran gedacht das Arbeit irgendwann mal Spass machen könnte. Aber wenn man das Richtige für sich gefunden hat, dann tut es das. Und zwar riesig!

Eigentlich geht es mir gut. Bis auf das mir meine Depressionen an manchen Tagen noch zu schaffen machen - aber auch da hab ich gelernt wie ich damit umgehe.

Jetzt das eigentliche Problem. Die Altlasten. 11 Jahre Jobcenter, ein EX der auf meine Kappe Schulden gemacht hat hängen einem noch sehr nach. Das Gehalt als frisch ausgelernte Informatikerin ist in meinen Augen zwar ausreichend.. aber da sind auch noch Gläubiger die ihr Geld möchten.


Zudem kommen auch neue unvorhersehbare Lasten dazu. Ich musste mir ein neues Auto kaufen damit ich überhaupt zur Arbeit komme. Das zahle ich auch monatlich ab. Aber dann gibt es so Sachen wie Zahnarztrechnungen, oder Gutachten für eine Magenoperation die gemacht werden muss, die sich häufen. Da fragt man sich manchmal wirklich für was man eine Krankenkasse hat.. aber das ist ein anderes Thema. Dann ist da natürlich noch das Jobcenter das Geld zurück möchte (Die Umschulung wurde durch das JC bezahlt). Natürlich kann man, wenn es die Gläubiger zulassen alles durch Ratenzahlungen tilgen. Doch ich habe leider mittlerweile so viele Raten die ich zahlen muss, das mein Kopf bald durchdreht. Und um diesen Druck etwas zu lindern und nicht wieder in eine schwere Depression zu fallen, habe ich mir gedacht das ich eventuell auf Caremaker Menschen finde, die mir helfen möchten.

Eigentlich bin ich nicht jemand der nur nimmt und nichts gibt..aber da bin ich an dieser Stelle mit meinem Latein am Ende.

 

Ich bedanke mich auf jeden Fall fürs Lesen.. selbst das tut schon mal richtig gut. Danke!